Diagnose Schlaganfall – Verteilung der Verordnungen nach Altersgruppen 2013

Schlaganfälle gehören zu den häufigsten Todesarten in Deutschland, wobei die Tendenz auch bei jüngeren Menschen steigend ist. Im Jahr 2013 zeigte die Statistik der Arzneimittelverordnungen, dass rund 10 Prozent auf die Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen entfielen.

Verteilung der Arzneimittelverordnungen bis 59 Jahre

Nach der Diagnose “Schlaganfall” kommt es auf die richtige und vor allem schnelle Behandlung an. In dem Zusammenhang werden verschiedene Medikamente verordnet, die bei Heilung bzw. Linderung der nachgängigen Beschwerden helfen sollen. Auf die Gruppe der Patienten von eins bis 39 Jahren entfiel ein Prozent der Arzneimittelverordnungen. Diese Patientengruppe ist mit einer Spanne von insgesamt 39 Jahren recht weit gefasst. Danach folgt die Gruppe von 40 bis 49 Jahren, was nur eine Spanne von zehn Jahren ausmacht. Dennoch steigt der Anteil der Arzneimittelverordnungen hier bereits auf vier Prozent. Bei gleicher Spanne sind es in der Gruppe von 50 bis 59 Jahren schon mehr als das Doppelte – etwa zehn Prozent aller Verordnungen an Medikamenten wird für Schlaganfallpatienten vorgenommen.
Insgesamt entfallen somit 15 Prozent der Arzneimittelverordnungen auf Patienten zwischen dem ersten und dem 59. Lebensjahr.

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Sprunghafter Anstieg der Verordnungen

Nun folgt die Gruppe der 60- bis 69-Jährigen. Auffällig ist hier, dass der Anstieg der Arzneimittelverordnungen zwar gegeben, jedoch weniger stark ist als in der Gruppe der 50- bis 59-Jährigen. Hier macht der Anteil der Verordnungen etwa 18 Prozent aus. Danach wird ein rasanter Anstieg deutlich. Die Patienten im Alter von 70 bis 79 Jahren nehmen 34 Prozent der Medikamentenverordnungen in Anspruch. Das bedeutet, dass hier ein Anstieg im Vergleich zur vorigen Altersgruppe von fast dem Doppelten erkennbar ist. Für Patienten ab 80 Jahre sinkt die Zahl der Verordnungen wieder auf 33 Prozent, wobei Schlaganfälle in diesem Alter oftmals kaum oder nur schwer behandelt werden können.

Fazit zu den Arzneimittelverordnungen

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Zahl der Arzneimittelverordnungen im Vergleich zur vorigen Altersgruppe bei den Patienten zwischen 50 und 59 Jahren am stärksten zunimmt. Das bedeutet natürlich auch, dass hier die Zahl der Schlaganfälle überproportional zu anderen Altersgruppen steigt. Ein ähnlicher Sprung ist noch einmal in der Gruppe der 70- bis 79-Jährigen festzustellen. Die medikamentöse Behandlung von Schlaganfällen ist auch in dieser Gruppe auffällig hoch, was wiederum auf eine hohe Anzahl der Erkrankten schließen lässt. Der danach feststellbare Abfall der Arzneimittelverordnungen spricht für eine allgemein höhere Sterblichkeit der Patienten.
 

Dott. Valerio Sarmati

Dott. Valerio Sarmati

Prof. für Neurotraumatologie an der Universität „La Sapienza“ in Rom.

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