Laufen schützt vor Schlaganfall

laufen gegen schlaganfall

Mit 3 Alltagsaufgaben können Sie sich wirksam vor einem Schlaganfall schützen. Regelmäßiges, der Kondition und der körperlichen Verfassung angemessenes Lauftraining kann mehrere der Risikofaktoren minimieren.

Mit dem Lauftraining die Schlaganfallrisiken minimieren

In der mittleren Lebensphase steigt das Risiko eines Schlaganfalls an. Gründe für die dafür verantwortlichen Gefäßerkrankungen sind mangelnde Bewegung, Übergewicht, schlechte Ernährung, Rauchen, die Pille sowie Erkrankungen, welche ebenfalls durch eine ungesunde Lebensweise begünstigt werden wie Diabetes und Bluthochdruck. Auch diesen Erkrankungen kann mit einem gezielten Lauftraining vorgebeugt werden. Menschen, die bereits an einer Erkrankung leiden oder gar einen Schlaganfall erlitten haben, müssen nicht auf die positiven Effekte des Lauftrainings verzichten. Hier empfiehlt sich aber in jedem Fall eine medizinische REHA-Betreuung, um sicherzustellen, dass der Organismus lernt, die Belastung zu tragen. Angepasste Bewegungsprogramme mit der Betreuung durch einen Physiotherapeuten oder ausgebildeten Trainer sind hier sehr wichtig. So ist ein Trainingsprogramm sichergestellt, das sich der Belastbarkeit und auch der Tagesform des Patienten anpassen kann. Mit ein wenig Disziplin erlangen betroffene Patienten nicht selten eine bessere Fitness als vor ihrer Erkrankung.

Wie Sie Ihr Lauftraining erfolgreich gestalten

Die größte Gefahr ist die Selbstüberschätzung und fehlende Disziplin zur regelmäßigen Belastung. Viele Personen ab 30 schätzen ihre Kondition völlig falsch ein. Tatsächlich ist eine Überbelastung nicht ungefährlich und kann im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall führen. Ab 40 sollten Sie sich von Ihrem Hausarzt vor Trainingsbeginn durchchecken lassen. Grundsätzlich sollten etwa 3-4 Trainingseinheiten pro Woche absolviert werden, um einen positiven Effekt zu erreichen. Keinesfalls auf Zeit oder Kilometerleistung laufen. Neben der Gefahr für die Gesundheit haben Sie tagelang das Gefühl Gliedmaßen aus Blei zu besitzen. Beginnen Sie im Zweifelsfall mit einer Minute Laufen und einer Minute Gehen, nicht länger als 10 Minuten je Trainingseinheit. Steigern Sie die Laufzeit von Lauf zu Lauf und reduzieren Sie entsprechend die Gehzeiten dazwischen. Schaffen Sie die 10 Minuten am Stück, können Sie pro Trainingseinheit eine Minute dranhängen, bis etwa 20 Minuten erreicht sind. Beenden Sie die Trainingseinheit immer mit zügigem Gehen, bis die Muskulatur wieder eine normale Sauerstoffversorgung hat, also etwa 100-200m. Das verhindert Muskelkater und beeinflusst das Trainingsergebnis positiv. Laufen Sie niemals mit einem Infekt. Bei sehr heißen Temperaturen in den Morgen- bzw. Abendstunden trainieren. Bei sehr kalten Temperaturen unter -5°C verlegen Sie das Training lieber auf ein Laufband oder gleichen Sie es durch Schwimmen oder Training auf einem Hometrainer aus.

Wie Sie Ihren inneren Schweinhund besiegen

Vielen Menschen fällt es schwer, regelmäßig 3 bis 4 x in der Woche selbstständig zu trainieren. Suchen Sie sich Mitläufer. Zu zweit oder in der Gruppe ist es leichter, die Termine einzuhalten. Finden Sie in Ihrem Umfeld keinen Gleichgesinnten, wenden Sie sich an einen Sportverein oder den Kreissportbund. Dort finden Sie sicher eine passende Gruppe.

Dott. Valerio Sarmati

Dott. Valerio Sarmati

Prof. für Neurotraumatologie an der Universität „La Sapienza“ in Rom.

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