Schlaganfall durch Stress

schlaganfall stressDer Schlaganfall ist eine plötzlich auftretende Erkrankung, die zu einem Ausfall oder einer starken Beeinträchtigung des zentralen Nervensystems führt. Sowohl für den Betroffenen selbst als auch für die Angehörigen bedeutet es oftmals eine komplette Veränderung des bisherigen Lebens.
In der Medizin nennt man den Schlaganfall, bzw. Gehirnschlag auch Apoplex oder Insult. Zu einem Schlaganfall kommt es immer dann, wenn das Gehirn oder Teile des Gehirns, gar nicht oder nicht ausreichend mit Blut versorgt werden. Sind Teile des Gehirnes zeitweise unterversorgt, kommt es überwiegend zu irreparablen Schäden. Das können unter anderem Lähmungen am Bewegungsapparat sein, oder Seh- und Sprachstörungen. Mittlerweile belegt der Schlaganfall in Deutschland den ersten Platz, bei den Erkrankungen des Herz- Kreislaufsystems. Die meisten Behinderungen resultieren ebenfalls aus den Folgen eines Schlaganfalles.

Schlaganfall Prophylaxe, Risiken minimieren

In der heutigen schnelllebigen Zeit nehmen Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems ständig zu. Über Gefahren der Herz Erkrankung, wie Herzinfarkt oder Arteriosklerose, wird in den Medien aufmerksam gemacht. Beim Schlaganfall besteht hier ein großer Nachholbedarf. Waren es früher nur gestresste Manager, die davon betroffen waren, so sind es auch zunehmend Frauen, die an einem Schlaganfall oder Gehirnschlag erkranken. Das Risiko eines Schlaganfalles kann durch einige Faktoren, um bis zu 80% gesenkt werden. Darum sind ausreichende Aufklärung und eine gute Prophylaxe immens wichtig. Hauptauslöser ist, nach wie vor, übermäßiger Stress. Allerdings löst dieser allein keinen Schlaganfall aus. Faktoren wie Übergewicht, falsche oder Mangelernährung und unzureichende Bewegung tragen ebenfalls dazu bei. Möchte man den täglichen Alltagsstress reduzieren, bedarf es einer genauen Betrachtung der bisherigen Lebensweise. Ein gutes Zeit Management ist nicht nur in der täglichen Arbeit sehr wichtig. Es verschafft auch Zeit, die man als Ausgleich zum Arbeitsalltag benötigt. Als Pendant zum Stress sollte zum Beispiel eine ausreichende Bewegung in der Freizeit statt finden. Sport, wie Joggen oder Mannschaftssport, bauen Stress ab und stärken die Bewegungsapparate. Darüber hinaus stärkt Bewegung an der frischen Luft das Herz und beugt somit Erkrankungen vor. Stress, egal welcher Art kann man beeinflussen. Tritt erst ein Schlaganfall ein, kann man die Folgeschäden überwiegend kaum mehr beeinflussen.

Bei ersten Anzeichen sofort zum Arzt

Anzeichen eines Schlaganfalls können Schwindel, Kreislaufprobleme, Gangstörungen oder die Beeinträchtigungen des Sehvermögens sein. Zusätzlich kann eine gestörte Wahrnehmung des eigenen Körpers bzw. von Teilen des Körpers auftreten. Besonders der Kopf oder das Gesicht können hier betroffen sein. Plötzlich auftretende starke Kopfschmerzen, ein völlig entgleister  oder links ausstrahlende Herzschmerzen können ebenfalls ein Warnhinweis sein. Sollte man einige dieser Anzeichen an sich selbst bemerken, so ist unverzüglich ärztliche Hilfe anzufordern. Jede Minute zählt hier. Ist ein Teil des Gehirnes mit Sauerstoff unterversorgt, so stirbt er ab. Das heißt, es entsteht ein irreparabler Schaden am zentralen Nervensystem. Bei sofort eingeleiteter ärztlicher Versorgung und anschließender vollumfänglicher Rehabilitation stehen die Chancen sehr gut, den bisherigen Gesundheitszustand bestmöglich wiederherzustellen.

 

Dott. Valerio Sarmati

Dott. Valerio Sarmati

Prof. für Neurotraumatologie an der Universität „La Sapienza“ in Rom.

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