Schlaganfall erste Hilfe

schlaganfall erste hilfeBevor der Rettungswagen bei einem Schlaganfall eintrifft, sind viele Maßnahmen bereits hilfreich, um Schlimmeres zu verhindern. Dabei ist eine Diagnose der erste Schritt zu einer sinnvollen ersten Hilfe. Die Symptome unterscheiden sich je nach betroffener Hirnregion. Sehr oft treten Symptome eines wie

Bewusstseinstrübung auch bis zur Bewusstlosigkeit hin auf. Weiterhin ist eine plötzliche Schwäche, auch Hemiparese genannt, kennzeichnend. Zudem können Gefühlsstörungen auf einer Körperseite beobachtet werden. Typisch ist auch die halbseitige Lähmung im Gesicht. Speziell hängende Mundwinkel treten auf. Gleichzeitig kann ein Verlust der Sprechfähigkeit erfolgen. Schwierigkeiten bestehen des Weiteren darin Gesprochenes zu verstehen. Dazu entwickelt sich eine plötzliche Sehstörung. Diese zeichnet sich durch das Nichtvorhandensein der Hälfte des Gesichtsfeldes beide Augen betreffend aus. Hinzu kommen

Wahrnehmungsstörungen, auch Neglect genannt. Vorübergehende können Doppelbilder gesehen werden.

Schwindel mit Gangunsicherheit ist ein weiteres Symptom, das gepaart mit der Unfähigkeit eigenen Speichel zu halten auftritt.

Was sollten Ersthelfer tun?

Sollten diese Symptome eines Schlaganfalls erkannt werden, muss schnellstmöglich ein Notruf abgesetzt werden. “Verdacht auf Schlaganfall” sollte dann als Hinweis dienen. Gleichzeitig sollte der Betroffene angesprochen werden. Dazu können leichte Bewegungen dienen ihn bei Bewusstsein zu halten. Falls sich der Patient zu sehr aufregt, muss er beruhigt werden. Wichtig ist Lagerung des Patienten durch einen erhöhten Oberkörper.

Wenn der Patient schon bewusstlos ist, sollte die stabile Seitenlage hergestellt werden. Stellen Sie einen Atem- oder einen Kreislaufstillstand fest, muss umgehend eine Herz-Lungen-Wiederbelebung erfolgen. Die restliche Zeit bis der Rettungsdienst eintrifft, sollte der Patient nicht alleine gelassen werden. Eine Decke schützt ihn vor Auskühlung. Zudem sollten alle Vitalfunktionen überprüft werden. Die Herzaktion sowie der Puls müssen erfühlt werden, die Atmung vorhanden sein und das Bewusstsein kann durch das Reden mit dem Patienten aufrechterhalten werden.

Neurokognitive Rehabilitation als Hilfsmaßnahme

Der Rettungsdienst hat dann weitere Möglichkeiten, um den Patienten zu stabilisieren. Dazu gehört auch die Sauerstoffgabe über eine Maske. Auch eine Nasensonde oder Sauerstoff-Brille mit 6-8 l/Minute kann zum Einsatz kommen. Damit wird erreicht, dass das Blut genügend Sauerstoff bekommt. Die Erhaltung von normalen Werten ist dabei erstes Ziel. Diese sollten zwischen 97 und 99 Prozent liegen. Ein Notarzt hat auch die Möglichkeit dem Patienten Medikamente über einen venösen Zugang zu geben. Dadurch wird der Blutdruck reguliert. Falls der Blutzucker stark abgefallen ist, wird Glucose gegeben. In jedem Fall muss auf einen schnellstmöglichen Transport gesetzt werden. Eine Klinik mit Schlaganfall-Station sollte das Ziel sein. Wichtig ist auch die Lagerung im Wagen. Auch hier sollte der Oberkörper hoch liegen und paretische Körperteile wie Arme und Beine weich gelagert werden. Bewusstlose Patienten müssen in stabiler Seitenlagerung bleiben. In einigen Fällen wird sogar eine Intubation notwendig. Der Notarzt zur Transportbegleitung ist in solchen Fällen unbedingt notwendig. Im Anschluss kann eine Neurokognitive Rehabilitation erfolgen, um alle Funktionen wieder herzustellen.

 

Dott. Valerio Sarmati

Dott. Valerio Sarmati

Prof. für Neurotraumatologie an der Universität „La Sapienza“ in Rom.

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