Schlaganfall Warnsignale

schlaganfall warnsignaleDer Schlaganfall ist eine gefürchtete und für Betroffene und Angehörige plötzlich auftretende lebensbedrohliche Erkrankung. Doch es gibt Warnzeichen, welche Tage oder auch Wochen und Monate auf einen drohenden Schlaganfall aufmerksam machen. Meist werden sie jedoch nicht ernst genommen. Wer die Symptome rechtzeitig erkennt, kann dem Schlaganfall vorbeugen.

Schleichende Veränderungen sind wahrnehmbar

Die Ursachen des Schlaganfalles können Blutgerinnsel verschiedenen Ursprungs, Hirnblutungen aber auch Tumore sein. Jedoch in über zwei Dritteln der Fälle ist die Ursache eines Schlaganfalles die Mangeldurchblutung des Gehirns. Diese wird in der Fachsprache als zerebrovaskuläre Insuffizienz bezeichnet. Sie hat aus ihrer langsamen Entstehungsgeschichte heraus eine schleichende Symptomatik. Am häufigsten werden Durchblutungsstörungen durch Arteriosklerose verursacht. Sie lösen anfangs nur die Vorboten eines Schlaganfalls aus.

Welche Symptome Sie ernst nehmen müssen

Der Medizin sind die Symptome bekannt. Sie werden als TIA bezeichnet – als transitorische ischämische Attacke – eine vorübergehende Mangeldurchblutung. Sie äußert sich in zeitweiligen neurologischen Ausfällen. Diese reichen von Sensibilitätsstörungen im Gesicht oder in den Gliedmaßen, bis zu kurzzeitigen Lähmungen, wobei der Betroffene z. B. einen Gegenstand fallen lässt oder ein Bein plötzlich nicht reagiert. Das Gefühl kann mit einer nachlassenden Lokalanästhesie verglichen werden. Kribbeln, das Gefühl von Ameisenlaufen auf der Haut bis zur Lähmung. Es können Sehstörungen auftreten, welche oft nur ein Auge betreffen und nur wenige Minuten andauern. Weiterhin kann es zu Gleichgewichtsstörungen kommen oder der Betroffene hat Probleme Worte inhaltlich zu verstehen bzw. eine Aussage zu formulieren. Davon abzugrenzen ist eine nuschelnde Aussprache, welche auf Lähmungen zurückzuführen ist. Kurze Zustände der Verwirrtheit fallen dem Betroffenen selbst meist nicht auf, jedoch seinem Umfeld.

Wie Sie auf Warnsignale reagieren müssen

Beim Auftreten dieser Symptome sollte der Betroffene dringend einem Arzt vorgestellt werden. Dabei sollte er im akuten Fall den Weg nicht allein auf sich nehmen müssen, sondern begleitet werden. Halten die Symptome nur etwa 24 Stunden an, bleiben keine Schäden zurück. Doch der nächste Anfall wird vielleicht folgen und möglicherweise nicht harmlos verlaufen. Der Hausarzt wird eine weiterführende Diagnostik über die Ursachen der Beschwerden einleiten. Bereits bekannte Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck sollten gut überwacht und medikamentös eingestellt werden. Bei starkem Übergewicht und körperlicher Passivität sollte mit dem Hausarzt und unter Anleitung durch qualifizierte Physiotherapeuten oder Trainer ein gezieltes Bewegungsprogramm erarbeitet und kontinuierlich ausgeführt werden.

Wie Sie bei bekannten Risikofaktoren aktiv werden können

Haben Sie an sich einige dieser Symptome erfahren oder leiden Sie an Übergewicht, hohem Blutdruck oder Diabetes ist es wichtig, sich an Ihren Hausarzt zu wenden. Er kann Ihnen Ihre Fragen beantworten und geeignete Maßnahmen zur Verbesserung Ihrer Leistungsfähigkeit vorschlagen. Bei körperlichen Einschränkungen sollte ein Trainingsprogramm immer unter medizinischer Begleitung erfolgen. Zum Abbau eines gesundheitlichen Risikos gibt es ebenfalls unterstützende REHA Maßnahmen. Erkundigen Sie sich nach Institutionen, welche sich auf die Prophylaxe bestimmter Erkrankungen spezialisiert haben.

Dott. Valerio Sarmati

Dott. Valerio Sarmati

Prof. für Neurotraumatologie an der Universität „La Sapienza“ in Rom.

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