Schlaganfall: Was passiert im Gehirn?

Bei einem Schlaganfall, auch Apoplex genannt, handelt es sich immer um eine ernst zu nehmende Erkrankung. Sobald also erste Symptome erkannt werden, sollte der Patient einem Arzt zugeführt beziehungsweise der Notarzt gerufen werden. Umso früher dem Patienten bei einem Schlaganfall geholfen wird, umso kleiner lässt sich der Schaden halten. Bei einem Hirnschlag, wird wie der Name schon sagt, vor allem das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen. Findet daher nicht rechtzeitig eine Behandlung statt, können Hirnzellen absterben und der Betroffene sieht sich lebenslänglich starken Beeinträchtigungen in seinem Alltag gegenüber.

Was beim Schlaganfall im Körper passiert

schlaganfall gehirnEin Schlaganfall kann bis zu 24 Stunden dauern. Er entsteht, weil einer oder mehrere Bereiche des Gehirns nicht ausreichend oder gar nicht mehr mit Blut versorgt werden können. Das Gehirn wird dabei nicht mehr ausreichend mit wichtigen Nährstoffen und vor allem Sauerstoff versorgt. Dadurch kommt die Durchblutung zum Erlahmen und die Hirnzellen drohen abzusterben. Ob das Gehirn nach überstandenem Schlaganfall wieder voll funktionsfähig wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dafür ist es zum Beispiel wichtig zu wissen, wie lange der Apoplex selbst gedauert hat und welche Hirnregion über welchen Zeitraum nicht mehr richtig durchblutet wurde. Natürlich spielt auch die schnelle Behandlung eine wichtige Rolle. Wurden diese Aspekte analysiert kommt es entweder zu einer zeitweisen oder dauerhaften Störung der Hirnfunktion.

Diese Symptome können durch eine beeinträchtige Hirnfunktion auftreten

Wird das Gehirn etwa aufgrund von verstopften Hirngefäßen oder einer Hirnblutung nicht mehr ordnungsgemäß durchblutet, treten verschiedene Symptome auf, an welchen sich ein Schlaganfall auch frühzeitig erkennen lässt. So klagen betroffene Patienten über Sprachstörungen oder Lähmungserscheinungen, die am ganzen Körper auftreten können. Aber auch plötzlich hängende Mundwinkel oder eine Beeinträchtigung des Sehvermögens können Anzeichen für Durchblutungsstörungen im Gehirn und somit auch für einen Schlaganfall sein. Mediziner raten Betroffenen, dass auch ein vorübergehendes Auftreten der genannten Symptome ernst zu nehmen ist. In den meisten Fällen handelt es sich zwar nur um eine vorübergehende Störung der Hirnfunktion, richtig behandelt sollte diese aber trotzdem zwingend werden.

Dott. Valerio Sarmati

Dott. Valerio Sarmati

Prof. für Neurotraumatologie an der Universität „La Sapienza“ in Rom.

Hinterlasse eine Antwort


neun + = 18